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Da die globale Lieferkette immer komplexer wird und der regulatorische Druck auf verantwortungsbewusste Beschaffung zunimmt, müssen Unternehmen die Herkunft der in ihren Produkten verwendeten Mineralien nachverfolgen. Sei es, um obligatorische Bestimmungen wie das U.S. Dodd-Frank Act einzuhalten oder um freiwillige ESG-Ziele zu erreichen, standardisierte Werkzeuge wie CMRT, EMRT und AMRT sind unerlässlich für die gebotene Sorgfalt.
Lassen Sie uns die wesentlichen Unterschiede zwischen diesen drei Berichtsformularen untersuchen—Conflict Minerals Reporting Template (CMRT), Extended Minerals Reporting Template (EMRT) und Additional Minerals Reporting Template (AMRT)—damit Ihre Compliance-Bemühungen immer einen Schritt voraus sind.
Was ist das CMRT?
Das Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) ist das ursprüngliche standardisierte Werkzeug, das von der Responsible Minerals Initiative (RMI) entwickelt wurde, um die Sorgfaltspflicht in der Lieferkette bei der Beschaffung von 3TG-Mineralien zu unterstützen:
- Zinn
- Tantal
- Wolfram
- Gold
Diese Mineralien werden häufig mit der Finanzierung bewaffneter Konflikte und Menschenrechtsverletzungen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und angrenzenden Ländern in Verbindung gebracht. Unternehmen, die der Section 1502 des U.S. Dodd-Frank Act oder der EU-Konfliktmineralien-Verordnung unterliegen, verwenden das CMRT, um Daten von Lieferanten zu sammeln, Schmelzer/Raffinerien zu identifizieren und das Herkunftsland zu bestimmen.
Wichtige Details des CMRT:
- Neueste Version: CMRT 6.5 (Veröffentlicht am 25. April 2025)
- Regulatorische Nutzung: Obligatorisch für SEC-Berichterstatter und EU-Importeure von 3TG
- Struktur: Lieferantenengagement, Schmelzerliste, Herkunftsländer, Unternehmensrichtlinienerklärungen
Was ist das EMRT?
Das Extended Minerals Reporting Template (EMRT) wurde eingeführt, um die Sorgfaltspflicht für Mineralien über 3TG hinaus auszudehnen. Es umfasst hochrisikobehaftete erweiterte Mineralien, die in moderner Elektronik, Batterien und industrieller Fertigung verwendet werden:
- Kobalt
- Glimmer
- Kupfer (hinzugefügt in EMRT 2.0)
- Lithium (hinzugefügt in EMRT 2.0)
- Nickel (hinzugefügt in EMRT 2.0)
- Natürliches Graphit (hinzugefügt in EMRT 2.0)
Das EMRT stimmt mit den OECD-Leitlinien zur Sorgfaltspflicht überein und unterstützt die freiwillige Einhaltung im Hinblick auf sich entwickelnde regulatorische Erwartungen—insbesondere die EU-Batterieverordnung.
Wichtige Details des EMRT:
- Neueste Version: EMRT 2.0 (Veröffentlicht am 25. April 2025)
- Regulatorische Nutzung: Freiwillig, ESG-getrieben, stimmt mit EU-Batterie- und Green-Deal-Zielen überein
- Struktur: Lieferantenerklärungen, Schmelzer/Raffinerie-Identifikation, Herkunft auf Minenebene (optional)
Was ist das AMRT?
Das Additional Minerals Reporting Template (AMRT)—zuvor das Pilot Reporting Template (PRT)—ist RMI's flexibelstes Werkzeug für die gebotene Sorgfalt. Es ermöglicht Unternehmen, beliebige 1–10 besorgniserregende Mineralien zu verfolgen, die nicht bereits unter CMRT oder EMRT abgedeckt sind.
Unternehmen nutzen das AMRT, um potenziellen regulatorischen Risiken und ESG-Prüfungen bei Materialien wie:
- Seltene Erden
- Kritische Rohstoffe, die von der EU oder den USA markiert wurden
- Sektorspezifische Mineralien, die unter NGO- oder Kunden-Druck stehen
Wichtige Details des AMRT:
- Neueste Version: AMRT 1.2 (Veröffentlicht am 4. Oktober 2024)
- Regulatorische Nutzung: Freiwillig; einblicksgesteuerte Risikobewertung
- Struktur: Vollständig anpassbar; der Benutzer definiert, welche Mineralien gemeldet und welche Daten gesammelt werden sollen
Vergleichstabelle: CMRT vs EMRT vs AMRT
Warum diese Vorlagen wichtig sind
Globale Lieferketten stehen zunehmend im Fokus von Regulierungsbehörden, Investoren und bewussten Verbrauchern. Ob verpflichtend (wie bei 3TG unter CMRT) oder freiwillig (wie bei Kobalt, Glimmer und zusätzlichen Mineralien), Transparenzwerkzeuge
